{"id":49,"date":"2007-08-29T12:49:48","date_gmt":"2007-08-29T10:49:48","guid":{"rendered":"http:\/\/lghg.wordpress.com\/buchtipp\/"},"modified":"2007-08-29T12:49:48","modified_gmt":"2007-08-29T10:49:48","slug":"buchtipp","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/buchtipp\/","title":{"rendered":"Buchtipp"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zur Geschichte Langenhagens w\u00e4hrend der NS-Zeit gibt es zwei sehr interessante Publikationen, die im Folgenden vorgestellt werden.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/wp-content\/uploads\/2007\/08\/man-horte-auf-ein-mensch-zu-sein.gif\" alt=\"man-horte-auf-ein-mensch-zu-sein.gif\" align=\"left\" hspace=\"5\" \/>Janet Ansch\u00fctz \/ Irmtraud Heike<br \/>\n<strong>&#8222;Man h\u00f6rte auf, ein Mensch zu sein&#8230;&#8220;<\/strong><br \/>\n\u00dcberlebende aus den Frauenkonzentrationslagern in Langenhagen und Limmer berichten<br \/>\n200 Seiten; Fotos   (2003)<br \/>\nEUR 16.50   sFr 29.00<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\">www.vsa-verlag.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Spezial%3AISBN-Suche&amp;isbn=3-89965-009-3\">ISBN 3-89965-009-3<\/a><\/p>\n<p>Ein Gruppe von Warschauerinnen berichtet nach \u00fcber 50 Jahren zum ersten Mal von ihrem Schicksal als Gefangene in den Konzentrationslagern Stutthof, Langenhagen, Limmer und Bergen-Belsen, das ihr ganzes weiteres Leben bestimmen und pr\u00e4gen sollte.<\/p>\n<p>Im Gefolge des so genannten Warschauer Aufstandes im August 1944 kam es zum Massenmord der deutschen Besatzer an der Zivilbev\u00f6lkerung. Einige \u00dcberlebende wurden zun\u00e4chst in das sog. Durchgangslager Pruszk\u00f3w getrieben. Von dort begann f\u00fcr viele ein Leidensweg durch die unterschiedlichsten Lager.<\/p>\n<p>Eindrucksvoll schildern sie ihren \u00dcberlebenskampf und ihre \u00dcberlebensstrategien. Aus Sicht der Opfer berichten sie von ihrem &#8222;Alltag&#8220; im KZ: den \u00c4ngsten, den Strafen, den katastrophalen Lebensbedingungen, der schweren Arbeit, dem Verh\u00e4ltnis untereinander und zu ihren deutschen \u00bbKollegen\u00ab im Werk. In diesen Gespr\u00e4chen entsteht ein sehr konkretes Bild speziell vom KZ Langenhagen, einem Au\u00dfenlager des KZ Neuengamme, das dadurch von seiner Entstehung bis zur Zerst\u00f6rung dokumentiert wird. In der Darstellung werden die Stationen und die damaligen Ereignisse, von welchen die Zeitzeuginnen berichten, in Verbindung mit der NS-Geschichte verst\u00e4ndlich und anschaulich aufbereitet.<\/p>\n<p>Die Autorinnen: <em>Janet Ansch\u00fctz<\/em> und <em>Irmtraud Heike<\/em> sind Historikerinnen. Sie arbeiten seit 1998 an einem <a href=\"http:\/\/www.enercity.de\/sp\/unternehmen\/engagement\/Mensch\/verantwortung_2003\/zwangsarbeit_2003.html\">Projekt<\/a> zur Erforschung der Hannoverschen Lager w\u00e4hrend der NS-Zeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/wp-content\/uploads\/2007\/08\/graeber-ohne-namen.gif\" alt=\"graeber-ohne-namen.gif\" align=\"left\" hspace=\"2\" \/>Janet Ansch\u00fctz \/ Stephanus Fischer \/<br \/>\nIrmtraud Heike \/ Cordula W\u00e4chtler<br \/>\n<strong> Gr\u00e4ber ohne Namen<\/strong><br \/>\nDie toten Kinder Hannoverscher Zwangsarbeiterinnen<br \/>\n104 Seiten   (2006)<br \/>\nEUR 5.00   sFr 9.80<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\">www.vsa-verlag.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Spezial%3AISBN-Suche&amp;isbn=3-89965-207-X\">ISBN 3-89965-207-X <\/a><\/p>\n<p>Die AutorInnen beleuchten mit ihrer Erinnerungsarbeit ein wenig erschlossenes Kapitel, das auch ein gesellschaftliches Tabu ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Auf dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stadtfriedhof_Seelhorst\">Stadtfriedhof Seelhorst<\/a> in Hannover sind mehrere hundert Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die \u00fcberwiegend aus Osteuropa stammten, beigesetzt. Die Neugeborenen und Kleinkinder starben oft an den Folgen von Mangelversorgung, was aus rassischen Gr\u00fcnden von den T\u00e4tern durchaus gew\u00fcnscht war. Die AutorInnen beleuchten mit ihrer Erinnerungsarbeit ein wenig erschlossenes Kapitel, das auch ein gesellschaftliches Tabu ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die M\u00fctter der toten Kinder, Polinnen und \u00bbOstarbeiterinnen\u00ab, waren in Heimen und Lagern in Hannover und der Region untergebracht. In diesem mit zahlreichen Fotos und Dokumenten versehenen Band wird der historische Hintergrund und die Situation der W\u00f6chnerinnen, S\u00e4uglinge und Kinder erl\u00e4utert. Auch drei ehemalige Zwangsarbeiterinnen kommen zu Wort. Ein umfangreicher Anhang erinnert in der Form einer Gedenkliste an die verstorbenen und get\u00f6teten Kinder, um die Opfer aus der Anonymit\u00e4t zu holen.<\/p>\n<p>Das langj\u00e4hrige p\u00e4dagogische Engagement von Mitarbeitern des Stadtfriedhofs Seelhorst und die intensive Forschungsarbeit der Historikerinnen tragen dazu bei, die Verbrechen an den toten Kindern wieder &#8222;sichtbar&#8220; zu machen. Dies gilt um so mehr, als die Gr\u00e4ber dieser Opfer des Nationalsozialismus heute einen unkenntlichen Teil des Friedhofs bilden.<\/p>\n<p>Ein umfangreicher Anhang erinnert namentlich an die verstorbenen und get\u00f6teten Kinder, um die Opfer aus der Anonymit\u00e4t zu holen. Alle Beitr\u00e4ge sind mit Fotos und zeitgen\u00f6ssischen Dokumenten versehen.<\/p>\n<p><strong>Ebenfalls sehr empfehlenswert ist der Sonderdruck der <a href=\"http:\/\/www.haz.de\">HAZ<\/a>-Landkreiszeitung Nord aus dem Jahr 1985 mit dem Titel &#8222;Langenhagen 1933-1946&#8220;. In der <a href=\"http:\/\/bibliothek.hannover-stadt.de\">Stadtbibliothek Hannover<\/a> gibt es mehrer Exemplare.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Geschichte Langenhagens w\u00e4hrend der NS-Zeit gibt es zwei sehr interessante Publikationen, die im Folgenden vorgestellt werden. Janet Ansch\u00fctz \/ Irmtraud Heike &#8222;Man h\u00f6rte auf, ein Mensch zu sein&#8230;&#8220; \u00dcberlebende aus den Frauenkonzentrationslagern in Langenhagen und Limmer berichten 200 Seiten; Fotos (2003) EUR 16.50 sFr 29.00 www.vsa-verlag.de ISBN 3-89965-009-3 Ein Gruppe von Warschauerinnen berichtet nach &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/buchtipp\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBuchtipp\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-49","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/49","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/49\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/langenhagengegenrechts.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}