Frauen-Konzentrationslager Langenhagen: Gedenkveranstaltung am Mahnmal

Das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ hat erstmalig eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal zum Frauen-Konzentrationslager Langenhagen organisiert. Mehr als 25 Teilnehmer gedachten bei strömendem Regen den Opfern des Nationalsozialismus und speziell der Frauen aus dem KZ Langenhagen. Für die Stadt Langenhagen nahm der erste Stadtrat Jan Sievers als offizieller Vertreter teil – der DGB-Chor Hannover umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

Im Oktober 1944 wurde das KZ im Gewerbegebiet „Brinker Hafen“ an der Hackethalstrasse errichtet. 500 polnische Zwangsarbeiterinnen, die während des Warschauer Aufstands interniert wurden, mussten hier für die Brinker Eisenwerke in der Rüstungsproduktion arbeiten. Das damals auf Langenhagener Stadtgebiet gelegene Konzentrationslager wurde am 06.01.1945 durch einen alliierten Bombenangriff zerstört und danach von den Nazis geräumt. „Auch wenn das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers nun in Hannover liegt, gehört es dennoch zur Langenhagener Stadtgeschichte“, betonte Bernd Kabutke vom Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“.

Im Auftrag der Stadt Langenhagen recherchierten die beiden Historikerinnen Janet Anschütz und Irmtraud Heike die damaligen Vorfälle im Frauen-KZ und führten hierzu umfangreiche Gespräche mit Überlebenden durch. Im Jahr 2003 erschien ihr Buch „Man hörte auf ein Mensch zu sein“, dass den Leidensweg der Zwangsarbeiterinnen dokumentiert. Am 8. Mai 2003 wurde auf Initiative der IG Metall Hannover, der Stadt Langenhagen und der beiden Historikerinnen das Mahnmal am Brinker Hafen im Beisein zwei ehemaliger Zwangsarbeiterinnen eingeweiht.

„Wir werden jedes Jahr am 6. Januar eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal zum Frauen-Konzentrationslager organisieren, um dem hier in Langenhagen geschehenen Unrecht zu gedenken“, sagt Marco Brunotte, Sprecher des Aktionsbündnisses „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“. Dies sei man den polnischen Zwangsarbeiterinnen schuldig.

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Beats for Tolerance: H-Eins zeigt Film

Am 14. Januar 2004 sendet der Fernsehsender „H-Eins“ (Offener Kanal Hannover) um 19:30 Uhr den Film des Aktionsbündnisses „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ zum Festival „Beats for Tolerance“. Vom 30. Juni bis 4. Juli 2003 veranstaltete das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ das Festival in den Langenhagener Jugendtreffs. Zwölf Bands und DJs traten vor mehr als 350 Jugendlichen gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus in Langenhagen auf. Über das Festival hat das Aktionsbündnis einen 30minütigen Film gedreht, der nun von „H-Eins“ gesendet wird.

Frauen-Konzentrationslager Langenhagen: Gedenkveranstaltung am 06.01.2004

Am 6. Januar 2004 veranstaltet das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ um 19 Uhr am Mahnmal zum Frauen-KZ Langenhagen am Brinker Hafen (Hackethalstraße, Hannover) eine Gedenkveranstaltung. Es soll den Opfern des Nationalsozialismus und speziell der Frauen aus dem KZ Langenhagen gedacht werden. Das damals auf Langenhagener Stadtgebiet gelegene Konzentrationslager wurde am 06.01.1945 durch einen alliierten Bombenangriff zerstört und danach von den Nazis geräumt.

Jan Sievers, erster Stadtrat der Stadt Langenhagen, und ein Redner des Aktionsbündnisses werden kurze Wortbeiträge halten. Der DGB-Chor Hannover wird der Gedenkveranstaltung einen musikalischen Rahmen geben. Alle Teilnehmer werden aufgerufen, Kerzen mitzubringen.

Beats for Tolerance: Filmpremiere

Am 7. November 2003 veranstaltet das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ in Kooperation mit der „Jugendpflege Langenhagen“ und dem „Langenhagener Verein für Sozialarbeit“ um 19 Uhr im Haus der Jugend in Langenhagen einen Filmabend zum Festival „Beats for Tolerance“.

Vom 30. Juni bis 4. Juli 2003 veranstaltete das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ das Festival in den Langenhagener Jugendtreffs. 12 Bands und DJs traten vor mehr als 350 Jugendlichen gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus in Langenhagen auf. Über das Festival hat das Aktionsbündnis einen 30minütigen Film gedreht, der am 7. November 2003 Premiere feiert. Gemeinsam mit den teilnehmenden Jugendlichen aus den Jugendtreffs wird sich das Aktionsbündnis den Film ansehen und sich an die schöne Festivalwoche erinnern.

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Beats for Tolerance: Bündnis zieht Zwischenbilanz

Seit drei Tagen Konzerte und gute Stimmung in den Jugendtreffs der Stadt Langenhagen. Hip-Hoper treten im Rahmen des Festivals „Beats for Tolerance“ gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus in Langenhagen auf. Die Aktionswoche wird vom Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ organisiert.

Mehr als 150 Jugendliche kamen bisher zu den drei Konzerten. „Nazis raus!“ riefen „burns bros. Hannover“ im Jugendtreff Engelbostel und die Besucher stimmten ein. In Godshorn traten „Föderation“, „121 Crew“ und „KLT“ vor mehr als 80 Teilnehmern auf. Zum Abschluss des Konzerts hip-hopten sie gemeinsam mit Jugendlichen aus Godshorn. Im Jugendtreff Wiesenau kam es unter dem Applaus der Jugendlichen zu einem spontanen Break-Dance-Battle zwischen der aus Diepholz angereisten Hip-Hop-Crew „Tiefenrausch und DJ Krille“ und Besuchern des Festivals.

„Wir sind mit dem Verlauf des Festivals sehr zufrieden“, resümiert Marco Brunotte, Sprecher des Aktionsbündnisses „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“, „die Resonanz ist super und die Stimmung sprengt unsere Erwartungen.“ Jedes Konzert ende mit einer großen Party gegen Rechtsextremismus. Mit der sehr politischen Ausdrucksform des Hip-Hops würde für das Problem rechte Gewalt sensibilisiert und die Jugendlichen hätten Spaß dabei.

Heute Abend treten „fisch & manju“ und „Dj Kobik” um 19 Uhr im Jugendtreff Kaltenweide auf. Den Abschluss der Festivalwoche bildet der 04.07.: Am Freitag treten um 18 Uhr im Haus der Jugend in Langenhagen „wka – wir können auch anders“, „score set at zero“ und die „Föderation“ auf. Nach 22 Uhr legen „DJ Lunatic” und „Dj Madmixx” Hip-Hop auf. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Informationen über das Festival und aktuelle Fotos der Auftritte sind im Internet auf der Homepage www.beats-for-tolerance.de zu finden.

Ermöglicht wird die Aktionswoche durch zahlreiche Sponsoren. Die ersten 570 Euro spendete der DGB-Chor Hannover. Der „Wirtschaftsklub Langenhagen e. V.“ beteiligt sich mit bis zu 2.000 Euro und Sachleistungen. Bei der Suche nach den Bands halfen die Agentur „phatfunk entertainment“ und der Verein „2tausend+“. „Wir freuen uns sehr, dass die Langenhagener Wirtschaft die Festivalwoche ermöglicht hat“, betont Brunotte.

Das Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Recht Gewalt“ plant schon die nächsten Aktionen. Die Zusammenarbeit mit den Jugendtreffs soll intensiviert werden. „Wir möchten eine zweite Tour durch die Langenhagener Jugendtreffs machen und uns gemeinsam mit den Jugendlichen die Videos der Festivalwoche ansehen“, sagt Marco Brunotte. Auch ein Sampler mit Live-Aufnahmen von „Beats for Tolerance“ sei in Planung.