„Zug der Erinnerung“ startet am Donnerstag im Hauptbahnhof Frankfurt

Nächste Woche Donnerstag wird im Hauptbahnhof Frankfurt der „Zug der Erinnerung“ starten.

Mit diesem Zug wird den Kindern und Jugendlichen gedacht, die mit der Reichsbahn in die NS-Vernichtungslager deportiert worden sind. Im Zug befindet sich eine Ausstellung zu diesem Thema. Auf der mehrmonatigen Fahrt durch ganz Deutschland wird der Zug auch in Hannover Halt machen.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Zuges.

Grüne Jugend Langenhagen: Rechte Gewalt nicht herunterspielen

Zitat von Grüne Jugend Langenhagen:

‚Nach einem rechts motivierten Übergriff in der Nacht zum Samstag, mahnt die Grüne Jugend Langenhagen (GJL) an, Rechte Gewalt in Langenhagen nicht herunterzuspielen. Die GJL kritisiert vor allem die Polizei dafür, dass sie den rechtsextremen Hintergrund der Tat völlig unbeleuchtet lässt. Von Seiten der Polizei war lediglich von „unterschiedlichen politischen Gesinnungen“ die Rede. Dass bei dem Vorfall die Gewalt einseitig von Rechtsextremen ausging, bleibt im Dunkeln. So beschimpften die Angreifer das Opfer als „Scheiß Zecke“.
Die GJL fordert daher von Politik, Polizei und Presse, das Problem Rechtsradikalismus wieder ernst zu nehmen und die Bevölkerung ehrlich darüber zu informieren.‘

Neonazitreff in Langenhagen

Am Freitag, den 06. Juli trafen sich erneut knapp 40 Rechtsextreme in einem
Gastronomietrieb in Langenhagen. Der Stammtisch Nationale Kräfte, kurz SNK,
ist ein Zusammenschluss von Neonazis der NPD und freien Kameradschaften und
traf sich dieses mal im Bierbrunnen in der Walsroderstraße in Langenhagen.
Dieses Treffen war nicht das erste, bereits 2005 trafen sich mehr als 70
Neonazis unter massivem Polizeischutz zum „Nationalen Bündnis Region
Hannover“ im Bierbrunnen. Auch im Vereinsheim des Fußballvereins Hannover 96
trafen sich die Rechtsextremen. Der Skandal um das Treffen bei Hannover 96
sorgte für große Medienfurore.

Anlass des Treffens in Langenhagen war wahrscheinlich der bevorstehende
Landtagswahlkampf. Aus diesem Grund wird auch vermutet, dass Alfred
Brückner, Landtagskandidat für die NPD aus Langenhagen-Wiesenau,
anwesend war.

Das Bündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ kritisiert, dass diese
Stammtischtreffen des SNK und der NPD immer wieder zugelassen werden und
erinnert an den versprochenen polizeilichen Leitfaden für Gastronomen, um
Veranstaltungsanmeldungen neofaschistischer Organisationen schneller zu
enttarnen und abzusagen. Dieses Versprechen wurde bisher nicht umgesetzt.
„Wir fordern von der Polizei ein konsequentes Vorgehen gegen Rechtsextreme“,
sagt ein Mitglied des Langenhagener Aktionsbündnis, „und fordern die Inhaber
des Bierbrunnens auf, keine weiteren Treffen zuzulassen.“

Info-Veranstaltung: „Rechtsextremismus in Niedersachsen“

Am 28. Juni 2005 berichtet Wolfgang Freter um 19:30 Uhr im „Treffpunkt“ der
VHS Langenhagen, Konrad-Adenauer-Straße 15, über die Entwicklung der
rechtsextremen Szene in Niedersachsen und in der Region Hannover. Ein
besonderer Fokus der Informationsveranstaltung wird bei der Ansprache von
Jugendlichen durch rechtsextreme Parteien, wie zum Beispiel der NPD, durch
Musik-CDs und Konzerte liegen. Wolfgang Freter ist Dezernatsleiter für den
Bereich „Rechtsextremismus“ beim Niedersächsischen Landesamt für
Verfassungsschutz. Nach seinem Vortrag steht der Referent für eine
Diskussion und Nachfragen zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der VHS Langenhagen mit dem
Aktionsbündnis „Langenhagener gegen Rechte Gewalt“ statt. Der Eintritt ist
frei – alle Interessierten sind herzlich eingeladen.